Francesco Guardi, 1712-1793. Eine Abbitte.

Ich habe ein schlechtes Gewissen. Nicht nur habe ich einem Meister die gebührende Achtung versagt. Ich habe ihn sogar an der Stelle übersehen, wo er zwingend hingehört hätte, in dem Abschnitt über Engländer und Italiener.

Nicht zu reden von den Einträgen über William Turner.

Guardi gehört der Generation unmittelbar vor Turner an, er malt noch ganz aus dem Geist des Rokkoko. Aber es ist nicht mehr der Geist der Schäferidylle, sondern schon das Vergnügen am Schaurigen, aus dem die Romantik sich nährte. Über den älteren, dann den jüngeren Canaletto führt über Guardi eine direkte Spur zu Turner. Denn dass jener bei seinen vielen Venedigaufenthalten dessen Kunst nicht kennen gelernt hätte, ist kaum vorzustellen .

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~ von Panther Ray - Mai 30, 2010.

Eine Antwort to “Francesco Guardi, 1712-1793. Eine Abbitte.”

  1. […] eingeleitet wurde diese Emanzipation in Europa von William Turner (der auch nicht ganz ohne Vorläufer war) und dem Aufstieg des Aquarells in England. Zur künstlerischen ‘Mode’ wurde sie […]

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